Als ich erfahren habe, dass man Glück kaufen könne, war ich erstaunt und konnte es kaum glauben. Vielleicht ist ja doch alles viel einfacher als ich bisher dachte. Ich ging also der Sache nach und bin auf ganz spannende Erkenntnisse gestoßen.


Menschen mit einem höheren Einkommen, bzw. Vermögen sind zumeist zufriedener. Doch eine weitere Anhäufung von Reichtum macht nicht automatisch glücklicher. Wichtig ist dabei, wie wir unser Geld ausgeben. Geben wir das Geld für uns selbst aus, erhöhen wir die Langzeitwirkung auf unser Glückskonto, wenn wir damit unsere Erfahrungen erweitern. Dies können Reisen, Ausflüge, Treffen und gemeinsame Aktivitäten mit Menschen sein. Dr. Ryan Howell, Privatdozent für Psychologie an der San Francisco State University, wies in einer Studie nach, dass der Erwerb von Erfahrungen und Erlebnissen zu mehr Glück und Zufriedenheit führt. Beim Kauf von Erlebnissen wird zum Zeitpunkt des Kaufs und im Anschluss ein größeres Glücksgefühl erzeugt. Diese Erlebnisse erzeugen darüber hinaus ein Gefühl der Verbundenheit mit anderen Menschen – zu Freunden und Familie – was eine nachhaltige Zufriedenheit erzeugt.

Geben ist seliger als nehmen, Wohltätigkeit macht also glücklicher

Eine Studie von Forschern der University of British Columbia in Vancouver, Kanada unter Führung von Elizabeth Dunn belegte, dass soziale Ausgaben die individuelle Lebenszufriedenheit ebenfalls erhöhen. Geben wir also Geld für andere aus, insbesondere für wohltätige Zwecke, dann macht dies langanhaltender glücklicher. Doch auch das Geben, zum Beispiel Spenden, muss nicht zwangsläufig zu mehr Glück führen. Dies entsteht oftmals aus unserer Hilflosigkeit heraus, weil wir keine andere Möglichkeit sehen, Menschen in Not zu unterstützen. Wirkliche Bereicherung erfahren wir, wenn wir im unmittelbaren Kontakt bzw. in einem direkten Bezug zwischen Spender und Empfänger stehen. Karitative soziale Tätigkeit, das heißt einen Teil von einem kostbaren Gut zu geben, z.B. unserer Zeit, erzeugt ein direktes Zufriedenheitsgefühl.

Street Store Dresden
Street Store Dresden

Zufällig wurde ich in der vor einigen Tagen im Vorbeifahren auf eine kleine Aktion im nahegelegenen Stadtpark aufmerksam. Ich war sofort neugierig, stellte mein Rad ab und ging hin, um zu schauen was es Spannendes zu erleben gibt. Eine junge Frau kam auf mich zu und fragte mich, ob ich erfahren möchte, was heute hier los ist. In sehr gutem Deutsch mit einen tschechischem Akzent erfuhr ich von dem ersten “Street Store” in Deutschland, den die Brücke/Most-Stiftung in Dresden veranstaltet. Jeder hat die Möglichkeit, Kleidungsstücke für Bedürftige zu spenden. Diese werden direkt an Obdachlose und bedürftige Asylbewerber abgegeben. Diese Aktion dient der direkten Unterstützung Bedürftiger und ist eine Gelegenheit für unmittelbare Begegnung und Austausch.

Die nächste Aktion „Street Store“ findet in Dresden bei der Veranstaltung „Dresden isst bunt – Ein Gastmahl für Alle“ am 10.06.2015 auf dem Dresdner Altmarkt statt.
Dieses Erlebnis war für mich der Auslöser dazu, heute diesen Artikel zu schreiben. Du kannst glücklicher sein, wenn du anderen Menschen hilfst und sie dabei unterstützt, eine Basis in ihrem Leben zu finden. Diese doch so kleine Unterstützung kann für die Betroffenen etwas mehr an Sicherheit und Stärkung ihrer Identität bedeuten.

Weitere Leseempfehlung:  “Geld macht glücklich – wenn Sie es richtig ausgeben” Artikel  in der Zeitschrift Brigitte.

So gücklich – Regine

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